FAQ und Regelwerk

Was ist ein Poetry Slam?

Ein Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit – ein literarischer Wettbewerb mit eigenem Vortrag, bei dem selbst verfasste Texte innerhalb einer vorgegebenen Zeit einem Publikum präsentiert werden. Diese Form der Selbstpräsentation erlebt in Salzburg geradezu einen Boom – vor allem unter den jungen Leuten. Neben der ARGE und dem Jazzit sprossen seit September 2015 einige neue Slams wie aus dem Nichts hervor. Ganz vorne dabei: Slamlabor mit der “Sprechstunde” (Slam im Hörsaal), “Schattenschlacht” (einzigartiges Event im Mozartkino), “Schlag.Zeile” (Slam im SN-Saal) und viele weitere Events.

Wer steckt hinter dem “Heast-Yallah!” – Dialekt Poetry Slam?

Der HEAST-Yallah! Dialekt Poetry Slam wird in Salzburg nach einer Idee von Manfred Baumann in Kooperation mit dem Forum Salzburger Volkskultur, Akzente und dem Land Salzburg organisiert. Das Konzept selbst wurde von Manfred Baumann, Berta Wagner  (Salzburger Volkskultur) Marietta Oberrauch (Akzente) und Franz Neumayr (Land Salzburg/Integration) ausgearbeitet.

Was ist die Idee hinter dem HEAST-Yallah! – Slam?!

Die Idee hinter dem HEAST-Yallah! Dialekt Poetry Slam ist es, Menschen einem poetisch-kreativem Umgang mit ihrer Mundart, mit ihrem Alltagsdialekt und ihrer Umgangssprache in Deutsch näher zu bringen. Jugendliche werden dazu inspiriert, sich mit ihrer Sprache auseinanderzusetzen – mit der Mundart ihrer Umgebung, mit der speziellen Dialektsprache, die sie selber tagtäglich benützen. Somit entwickeln und festigen die jungen und nicht mehr so jungen Poetinnen und Poeten ihre ganz persönliche Identität.

Wer darf sich bewerben? Wie sind die Regeln?

Es können sich Poeten im Alter von 10 bis 99 Jahren für die Teilnahme bewerben. Jede/r kann teilnehmen – auch wenn er/sie nicht aus Salzburg stammt, aber einen Bezug zu Salzburg hat.  Die Texte müssen im Dialekt, in der Mundart, also in der gesprochenen Alltagssprache in Deutsch verfasst werden, und nicht in Schriftsprache. Der Dialekt-Anteil muss mehr als die Hälfte sein. Dabei sind alle literarischen Formen und Genres – beispielsweise Lyrik, Kurzprosa, Rap oder Comedy-Beiträge – erlaubt. Es kann gelesen oder frei vorgetragen werden. Die Texte müssen selbstgeschrieben sein, der Dichter darf keine Requisiten, Kostüme oder Musikinstrumente verwenden. Die maximale Redezeit beträgt 3 Minuten. Die Texte sollen Bezug nehmen zum Thema Integration, zu denvielfältigen Möglichkeiten und Erscheinungsformen des Zusammenlebens, zu Perspektiven und Wegen des Dialogs.

Wie kann ich mich bewerben?

Interessierte Teilnehmer bewerben sich mit einem ca. 4-minütigen Video. In diesem Video stellen sich die interessierten Poeten vor und liefern ihren Text. Unsere Vorjury wählt die vielversprechendsten Poeten anhand der Videos aus. Die Videos können beispielsweise einfach mit dem Handy gemacht werden und auf Youtube, Vimeo, Dropbox, Facebook o.Ä. “geschlossen” hochgeladen werden und müssen nicht öffentlich sichtbar sein. Bei der Anmeldung via Kontaktformular ist es dann lediglich wichtig, die Internetadresse des Videos anzugeben.

Was kann ich gewinnen?

Beim Finale treten die besten 8 Poeten gegeneinander an. Der Gewinner erhalten schöne Preise!

Wie werden die Performances bewertet?

Sowohl im Vorbewerb als auch beim Finale gibt es eine Fachjury und eine Publikumsjury. Die Fachjury besteht beim HEAST-YALLAH! Dialekt Poetry Slam aus drei eingeladenen Experten. Die Publikumsjury wird zufällig bestimmt. Die Juroren werden allesamt mit Punktetafeln von 1 bis 10 ausgestattet werden. Nach einer Performance von max. 3 Minuten werden die Poeten bewertet, die höchste und niedrigste Ziffer der Wertung gestrichen und die Punkte zusammengezählt. Am Ende ergeben sich so der erste, der zweite und der dritte Platz.